Zu Besuch beim Israelischen Geheimdienst “Mossad”

Geschrieben am 11. Mai 2012

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Welt Nr. 1 hat sich auf die Reise zum Mossad gemacht. Direkt in die Zentrale eines verdächtigen Kriegstreibers. Nein, Welt Nr. 1 ist nicht lebensmüde und wahnsinnig schon gar nicht. Allerdings war der Besuch der Mossad-Website durchaus aufschlussreich.

Einen Grund für den Mossad, seine Website zu verstecken gibt es nicht. Immerhin werden nur überaus spärliche Informationen dargeboten. Wer nicht zum elitären Kreis der hebräisch sprechenden Bevölkerungsteile gehört, wird ohnehin kaum Inhalte wiederfinden. Zumindest nicht wenn man von Deutschland aus surft. Über ein paar Umwege gelangte Welt Nr. 1 zum “Privacy Statement”, der Datenschutzerklärung des Mossad.

Das allerhand Websites Daten ihrer Besucher zwischenspeichern, das ist klar und teilweise unvermeidlich, versucht man doch (meist aus werblichen Gründen) herauszufinden, von wo die Leute kamen, die einen da besuchen. Die Daten werden anonymisiert gespeichert. Doch das der Begriff “anonym” dehnbar wie Kaugummi sein kann, verdeutlicht die schrecklichste Waffe Israels in ein paar wenigen, eigentlich unscheinbaren Zeilen. Wie gesagt, für den “spontanen” Besucher kaum auffindbar.

So speichert der Israel Secret Intelligence Service, wie sich Mossad auch nennt, folgende Daten seiner Website-Besucher – natürlich anonym:

  • Die Adresse und andere Details zur IP-Adresse des Besuchers
  • Datum und Uhrzeit des Website-Besuchs
  • Die Liste der WebPages, die der Besucher zuvor besucht hat
  • Die Website-Adresse, über die die Mossad-Seite erreicht wurde (Referrer)
  • Die Adresse der Suchmaschine, über die du Mossad erreicht hast inklusive des eingegebenen Suchbegriffs

Die hier gespeicherten Daten “sind doch gar nicht so tragisch”? Mit Verlaub, hier wird ein absolutes und detailiertes Bewegungsprotokoll des Users erstellt.

Anhand von IP-Adresse und Anschlussadresse ist schon einmal der Surfer so gut wie identifiziert. Reicht das nicht aus, wird die Liste der zuvor besuchten Websites bestimmt auch die eigene Website, das eigene Facebookprofil oder sonst welche persönlich erstellten Webinhalte darlegen. Reicht das nicht aus, um den Besucher zweifelsfrei zu identifizieren, werden einfach die Muster von Suchmaschinen-Suchbegriffen hinzugezogen. Denn tatsächlich geben die meisten von uns immer wieder die gleichen Begriffe in Suchmaschinen ein. Zumindest Begriffe zu verwandten Themen. Ruck zuck sind die anonymen Daten besser als jeder Personalausweis.

In diesem Sinne wünscht Welt Nr. 1 ein frohes und unbeirrtes Surfen am Wochenende.

Victor Ostrovsky enthüllt hier die Machenschaften und Aktionen des Mossad im Detail. Der Ex-Agent des Mossad weiß Verblüffendes und Erschreckendes zugleich zu berichten!

Wer es noch dicker will, der sollte sich mit Geheimakte Mossad von Victor Ostrovsky beschäftigen. Im zweiten Teil zum o.g. Werk, geht er auf erschreckende Zusammenhänge zwischen Mossad und Weltereignissen ein.

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Veröffentlicht unter: Gesellschaft, Krieg und Frieden, Nahost